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Meine Texte sind nicht rein autobiographisch. Ich antworte auf Kommentare auf eurem Blog und wenn ihr keinen habt, dann unter dem Post mit eurem Kommentar. Ich verherrliche hier nichts und bin nicht pro irgendwas. Ich schreibe lediglich meine Gedanken auf, die ich durch meine psychischen Erkrankungen habe.

Sonntag, 27. Dezember 2015

Shattered

Gestern war so ein Tag für in die Tonne. Zuhause gab es so viel Streit und Stress und Schreie.
Es hat alles so schrecklich weh getan. So sehr, dass ich mir weh getan habe.
Ich ertrage meinen Körper trotz wenig Essen irgendwie nicht mehr und ich weiß nicht, was ich machen soll. Außer zu bluten, aber das ist auch ziemlich scheiße.
Und dann meldet er sich noch und alles tut weh und ich lese die Worte und Tränen sind überall und der Schmerz verschluckt mich.
Ich schlucke die Tränen runter und gehe hoch, ins Bad.
Erstmal duschen, das hatte ich ja sowieso vor.
Nach dem Duschen ertrage ich mich selbst noch weniger und mein Kopf verdreht alle Worte und zieht alles in den Dreck.
Also schmücken zwei neue Worte meinen Körper und ich hasse mich schon ziemlich dafür, dass ich mich nicht unter Kontrolle hatte. Jetzt sind sie erstmal da, ich hoffe sie verblassen bald, denn ich habe keine Ahnung, wie ich ihm die erklären soll.
Meine Narben kennt er, ja, aber frischere Wunden und dann auch noch Worte sind dann doch ein bisschen viel, könnte ich mir vorstellen.
Nur gestern dachte ich halt, dass wir uns sowieso nicht mehr sehen, es ein uns irgendwie nicht mehr gibt.
Ja, Schwarz-Weiß-Denken extrem.
Doch dann habe ich dir noch geschrieben, dass ich nicht will, dass es so zwischen uns bleibt und ich morgens vorbeikomme.
Es war so komisch heute morgen, die Stille war so laut und unsere Nähe war komplett weg. Ich habe so viel geraucht um das auszuhalten, diese komische Stimmung zwischen uns.
Irgendwann sind wir dann zum Glück doch noch was aufgetaut und zum Schluss wollten wir gar nicht mehr voneinander lassen.
Es ist immer noch etwas komisch, denn wir haben es nicht hingekriegt uns zu unterhalten, obwohl das so unglaublich wichtig ist. Irgendjemand einen Tipp, wie man ein Gespräch anfangen kann? Wir sind irgendwie beide sehr ratlos.
Aber wir wollen es heute abend nochmal versuchen mit dem unterhalten, denn ich werde wieder bei ihm schlafen.
Allerdings werde ich ne lange Hose anlassen müssen, ich kann ihm nicht antun, diese Worte lesen zu müssen.

Warum tut nur alles so weh und warum ertrage ich mich so wenig?

Mittwoch, 23. Dezember 2015

Cause who needs reasons

All die letzten Tage sind irgendwie an mir vorbeigerauscht. Habe wenig Zeit zuhause verbracht, sondern war die meiste Zeit bei dir, meinem, vielleicht, neuen Zuhause.
Ich kann es immer noch nicht fassen, nicht begreifen, wie es passiert ist, dass es jetzt ein uns gibt, ein wir. Weder wieso du mich willst, noch, wie ich es zulassen konnte.
Es ist ein Wunder, ehrlich. Denn ich kann Körperkontakt nicht ertragen, oft sind mir ja selbst Umarmungen meiner Eltern zu viel. Das letzte Mal als mich ein Junge geküsst hat bin ich danach ins Bad geflüchtet, um zu bluten.
Doch bei dir ist es anders. Deine Berührungen tun nicht weh, reißen nicht alte Wunden wieder auf, sondern sind ein Stück weit Heilung. Es fühlt sich alles so natürlich an, so richtig und warm.
Er ist so verständnisvoll und macht so viel richtig.
Denn natürlich hat er schon mitbekommen, dass ich ein Problem mit dem Essen habe, das bleibt nicht aus, wenn man so ziemlich den ganzen Tag miteinander verbringt. Aber er wird nicht laut und aufbrausend, sondern er bleibt ruhig.
Nachdem ich in der Nacht fast zusammengeklappt bin, es fühlte sich an, als würde der Tod mich umarmen, hat er mich erstmal dazu bekommen an Ort und Stelle noch Schokolade zu essen, jup, einfach so.
Der nächste Tag war dann wieder wie immer, so vertraut und nah. Irgendwann wurde es Abend, du sagst ich müsse jetzt was essen, wenn ich so weiter mache kippe ich in 2 Wochen auf der Straße zusammen und das du das nicht willst.
Also tänzle ich durch die Küche während ich Nahrung in meinen Mund befördere und denke nur, zum Glück übernachte ich wieder bei dir.
Ja, zu früh gefreut.
Du wärst sehr kaputt, ob ich nicht vielleicht zuhause schlafen könnte. Natürlich kann ich das, denn niemals könnte ich mich über dich stellen.
Der Nachhauseweg ist schweigsam, wir reden nicht, ich kann seine Hand nicht mal umfassen, weil in mir drin alles so schrecklich weh tut.
Nach den Abschiedsküssen drehst du mich nochmal zu dir, ich solle keine Dummheiten machen diese Nacht.
Ich wünschte es wäre so einfach.
Die Nacht war dunkel.

Meine Gefühle fahren irgendwie Achterbahn, ich bin vollkommen durcheinander und hasse mich gerade sehr dafür, wie ich bin und wie ich reagiere und wie sehr meine Gefühle Besitz von mir ergreifen können.

Leben ist immer noch schrecklich schwer. Essen ins besondere, aber auch einfach nur am Leben zu bleiben und nicht jede Nacht zu bluten und voll zu sein.
Trotzdem macht er es leichter zu ertragen, macht er mich leichter zu ertragen. Denn er sagt so viele wunderbare Worte, wir sind vollkommen offen miteinander und er mag mich genau so, wie ich bin.

Die Angst, dass ich es unbewusst oder mutwillig kaputt mache ist groß.

Mittwoch, 9. Dezember 2015

Miracle

Ich krame mein best gehütetes Geheimnis raus, damit du nicht denkst, dass du etwas falsch gemacht hat. Ich spreche es aus, zum ersten Mal. Und ich rechne damit, dass du gehst, mich mit mir allein lässt.
Doch stattdessen schließt du mich in den Arm und sagst, wir haben alle Zeit der Welt.

Mittwoch, 2. Dezember 2015

Hello

Die letzten Tage waren irgendwie zu viel, haben mich überwältigt und mir den Boden unter den Füßen weggezogen.
Schon seit ein paar Tagen versuche ich Worte zu finden die passen, zu diesen unpassenden Gedanken und Gefühlen.
Worte zu finden für das, was im Inneren lodert. All meine Worte sind verschwunden, haben sich verabschieden, mich verlassen. So wie sonst auch alle und alles. Sie sind doch am längsten geblieben. Doch nun sind sie weg.

Wenn ich, in seltenen Fällen, gefragt werde, wie sehr mich meine Krankheiten denn einschränken, dann sage ich fast automatisch, "so gut wie gar nicht".
Teils aus Lüge, aber zum größten Teil weil es einfach so sehr Bestandteile meines täglichen Lebens geworden ist, dass ich nicht mal mehr merke, dass da etwas falsch läuft.

In meinem Kopf sind irgendwann Kabel falsch zusammen gelötet worden und seitdem greifen die Funktionen nur noch falsch ineinander.

Ich vermisse es so sehr mit Worten zu jonglieren, sie rumzuwirbeln und am Ende einen aussagekräftigen Satz zu haben. Mittlerweile werfe ich die Worte in die Luft und sie landen wie rohe Eier auf dem Boden und brechen in tausend Teile, die eine riesige Sauerei hinterlassen.

Warum muss ich alles Gute sofort zerdenken, wieso kann mein Kopf nicht einfach mal eine Pause machen, mir ein bisschen Ruhe gönnen..

Der Autofahrer hat eine Vollbremsung eingelegt und aus dem Fenster gebrüllt, ob ich verrückt wäre. Ich glaube er hat keine Ahnung, wie recht er damit hat.

P.S. Entschuldigt diesen Post voller zusammenhangloser Sätze. Entschuldigt einfach mich. Oder auch nicht. Ich weiß echt nicht, wieso ihr euch das antut, aber danke, dass ihr da seid und lest und kommentiert <3