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Meine Texte sind nicht rein autobiographisch. Ich antworte auf Kommentare auf eurem Blog und wenn ihr keinen habt, dann unter dem Post mit eurem Kommentar. Ich verherrliche hier nichts und bin nicht pro irgendwas. Ich schreibe lediglich meine Gedanken auf, die ich durch meine psychischen Erkrankungen habe.

Freitag, 31. Juli 2015

Stand in the rain

Die letzten Tage waren so voll von Schmerz und Hass und Dunkelheit, aber trotzdem bin ich noch hier.

Gestern Abend hat es sehr stark geregnet und ich hab mich aus dem Bett geschält, bin nach unten in den Garten und habe diesen Regen einfach auf mich drauf prasseln lassen.
Es war ein gutes Gefühl, die Berührungen der Regentropfen auf der Haut, so kühl und beständig. Außerdem weiß man im Regen nie, ob das Wasser, dass die Wangen runterläuft Regen oder Tränen ist.
Danach war ich klitschnass und noch verfrohrener als sowieso schon, aber es war irgendwie eine Katharsis.
Die Nacht war danach überraschend gut, weshalb ich um die ganz normale Wochentags-Aufstehzeit aufgestanden bin.
Dann gab es Frühstück, das Erste diese Woche (weshalb mein Körper die Idee auch nicht so toll fand), es ist ein Eierschalentanz zuhause, überall liegen Minen, auf die ich nicht treten möchte.
Das Problem ist, wenn man so früh aufsteht hat man so unendlich viel Zeit und ich weiß einfach nicht, was ich damit anfangen soll, abgesehen von Zerstörung ist mein Leben irgendwie so leer geworden, so taub und verbraucht.

Wenn ich auf dem Weg bin den Kleinen abzuholen merke ich immer wieder, wie wenig ich die Welt verstehe. Ich sehe all die Menschen, die irgendwohin unterwegs sind, zu Fuß, mit dem Auto, auf dem Rad und ich fühle mich dazwischen so verloren und ziellos und haltlos.
Ich verstehe das Konzept Leben irgendwie nicht und weiß nicht, ob ich das jemals werde.
Bin dieses unförmige Alien auf einem fremden Planeten.

Meine Gefühle und Gedanken fahren Achterbahn und mir wird davon allmählich schlecht.
Möchte doch nur ein Stück Beständigkeit, Sicherheit, Sinn.
Dieser Sturm in mir hört niemals auf und meine Erinnerungen verschlucken mich.

Donnerstag, 23. Juli 2015

I'm a loser baby, so why don't you kill me?

Nur ein paar Tage ohne Alk und schon bin ich viel zu schnell betrunken. Möchte doch einfach nur vergessen, vergessen, vergessen, vergessen. Aber alles nützt nichts, viel zu viel erinnert mich. Ich fühle alles, zu viel. Heute Nacht fühle ich mich so angreifbar, schon vor dem Trinken. Alles schmerzt, mein Kopf schreit das es Zeit ist endlich einen der Pläne umzusetzen.
Es soll alles weg gehen, ich will atmen können.
Alles erstickt mich.
Vermutlich ergeben meine Worte genauso wenig Sinn, wie mein Leben.
Meine Organe zu zerstören wird zu lange dauern, so wie ich es tue. Außerdem habe ich einen Organspendeausweis und es gibt so viele Menschen, die Organe brauchen um leben zu können. Ja, irgendwie denke ich an alle bei meinem Tod, außer an mich selbst. Ich denke daran, wer den Dreck der ich bin weg machen muss, das ich noch zu so vielen Teilen wie möglich brauchbar sein sollte, einfach weil es Menschen gibt, die wirklich ehrlich leben wollen. Ich komme mir so grässlich vor, das Alles einfach wegzuwerfen, jeden Tag auf's neue.
Ich hab selbst die Worte verloren und trotzdem schreibe ich, weil, was soll ich auch sonst tun.
Kann mich nicht einfach ausversehen ein Auto überfahren oder jemand in den Kopf schießen oder so, dann wär meine Familie zumindest nicht noch mehr von mir enttäuscht.
Möchte rausschreien können, was alles passiert ist, allen Erinnerungen endlich Worte verleihen, aber ich ersticke schon an meinem eigenen Namen.
Der Geruch von Blut beruhigt mich, irgendwie, ein bisschen, einen kurzen Moment.
Der Sturm in meinem Kopf soll aufhören, und mein Herz das schlagen endlich aufgeben.

Bier schmeckt übrigens warm nicht wirklich, aber wirken tut es trotzdem.

Alles ist so kaputt und die Wunden werden nie verheilen.

Dienstag, 21. Juli 2015

Es wär gut wenn mein Hirn aus'm Fenster fiel

Möchte für dieses verknotete Knäul an Gefühlen und Gedanken und Kram Worte finden, aber ich finde keine. Worte sind mittlerweile Mangelware geworden.
Wie soll ich auch Worte finden, wenn mir selbst zum Aufstehen, Waschen, Anziehen etc. die Energie fehlt. Mein Körper spielt immer mehr verrückt und ich frage mich, ob er mir nur Streiche spielt, oder ob ich es endgültig geschafft habe ihn zu zerstören. Weiß nicht, was mir lieber wäre. Also schlucke ich Schmerzmittel wie andere Leute Bonbons und trotzdem tut alles weh.
Bin wieder so erfüllt mit Angst, sie frisst sich immer tiefer in mich, bin stundenlang wach, weil ich Schiss habe die Augen zu zu machen, lächerlich.
Was momentan so abgeht ruft so viele Erinnerungen hoch und versetzt mich in konstante Panik.
So gut wie jeden Tag dissoziiere ich, Flashbacks kommen immer häufiger und ich möchte einfach nur weg.
Bluten hilft nicht, Trinken hilft nicht, Hungern hilft nicht.
Trotzdem tu ich's, warum auch nicht, hab ja nichts besseres zu tun oder verdient. Jeden Abend wünschte ich ich würde einfach das tun, was du mir schon vor Jahren angedroht hast. Aber das hinterlässt so viel Dreck, niemand sollte hinter mir wegwischen müssen und finden soll meine Familie mich auch nicht.
Mittlerweile sind 4 Pläne ausgearbeitet, jongliere mit Daten und alles soll endlich vorbei sein, ein für alle mal.
Selbst Lesen und Musik bereitet mir nicht mehr den Funken an Freude und das ist irgendwie so ziemlich das traurigste an der ganzen Sache.
Möchte schreien schreien schreien schreien damit es vielleicht was leiser innen drin ist, aber ich bin ruhig, das ist mein Job, das ruhige Kind. War mal das Kind das keine Probleme bereitet und hat, haha.
Weiß echt nicht mehr, was ich noch machen soll, außer endlich den Planeten zu verlassen.

Mittwoch, 15. Juli 2015

Der Anblick meines Körpers verpasst mir einen elektrischen Schock, so wie ein Fön in der Badewanne (funktioniert übrigens nicht, Sicherungsschutz).
Mein Gedanken graben ein Looch, tiefer als jedes Grab.
Erinnerungen reißen Brocken aus mir und hinterlassen blutende Fleischwunden.
Vielleicht endet diese Nacht mit einem Ozean aus Alkohol und einem Berg aus Tabletten, was mich ans Ufer des Nichts spült.

Mittwoch, 1. Juli 2015

Flucht

Ich möchte doch nur weg von all den Regeln und Richtlinien, Gedanken und Erinnerungen, von mir und der Welt, von Menschen und Gefühlen.
Es wiegt alles so schwer, die Last so groß und ich viel zu schwach.
Ich kann mir schon gar nicht mehr vorstellen, wie es ist, nicht mit dieser Scheiße zu leben.
Kein klarer Gedanke findet mehr den Weg in meinen Kopf, alles viel zu verworren und verwirrend.
Keine Ahnung wie das alles noch weitergehen soll.